Schule

Die ersten Nachrichten über eine Schule zu "Bledeßheim" stammen aus den Jahren 1587-89. Eine der Erkunden lautet: "An diesem Orth hat ein Schulmeister kein behausung, zudem ein solch geringe besoldung, daz nit müglich, er sich damit betragen mög". " Der Zeit befindet sich Kein Schul Hauß im Dorf Bledeßheim". Wo damals unterrichtet wurde ist nicht bekannt.

 Der erste mit Namen erwähnte Lehrer war "Lorentz Tiering" 1605, reformierter Schulmeister in "Blödeßheim". Auf ihn folgte Ezechiel Koch "schulmeister vnd glöckner".

Dann wird erst wieder im Jahre 1700 ein Lehrer namens Karl Mayer erwähnt. Ihm war von der kurpfälzischen Regierung "bei letzt publizierten Reglement" keine Besoldung angewiesen worden, Um diese Zeit hatten beide Konfessionen sich sehr warscheinlich getrennte Schulen eingerichtet, stellten eingene Lehrer an, hattenbesondere Schulvorstände, Schulhäuser und Schulgüter. Bei dem vorgenannten Mayer scheint es sich um einen kath. Lehrer gehandelt zu haben, weil ihm die kurpfälzische Regierung (der reformierten Kirche angehörend) die Besoldung verweigerte.

Von katholischen Lehrern sind bekannt:

Karl Blettinger 1762
Johann Simon Wickers 1766
Kaspar Seuffert 1776
Matthias Seubert 1811

Letzterer war 1776 zu Hochborn geboren und versah seinen Dienst bis 1828. Er starb 1853.

Reformierte Lehrer waren folgende:

Christopf Schopp 1747
Johannes Bockius 1760 - 1766
Johann Kützel 1772
Johannes Metzler 1773
Joh. Jak. Metzler (Sohn) 1789 - 1828

Das katholische Schulhaus stand früher ungefähr an der Stelle des jetzigen Schulhauses, das reformierte südlich von dem ref. Pfarrhaus, da wo die Gastwirtschaft Benß war. Das erwähnte ref. Pfarrhaus stand im Hof von Gg. Ochs (im Volksmund deshalb Parres Ochse). Es wurde seines schlechten Zustandes wegen abgerissen.

Im Jahre 1825 waren beide Schulhäuser sehr reparaturbedürftig. Der Gemeinderat beschloß deshalb mit Einverständnis der beiden Schulvorstände, um Geld zu sparen, eine "Komunalschule" zu errichten und ein neues Schulhaus zu bauen. Als Bauplatz wurde die Stelle gewählt, wo die kath. Schule stand.

Das katholische Schulhaus wurde ganz abgerissen, das reformierte versteigert. Nach Fertigstellung des Gemeindeschulhauses wurden die Lehrer Seubert und Metzler am 22. Januar 1828 pensioniert. An ihre Stelle kam der ref. Lehrer Franz Adam aus Darmstadt, geb. 17.02.1786. Er wurde am 24.12.1831 definitiv angestellt. Seit dieser Zeit war nur ein Lehrer in Hochborn, obwohl oft bis zu 70 und noch mehr Kinder zu unterrichten waren.

In der Folgezeit waren noch nachstehend verzeichnete Lehrer tätig:

Roller 1837 - 1841
Georg Rieger 1841 - 1874
Valentin Rau 1874 - 1879
Valentin Fischer 1879 - 1882
Georg Brenner 1882 - 1884
Jakob Lotz 1884 - 1889
Georg Dörr 1889 - 1901
F. W. Kantz 1901 - 1902
Justus Metzger 1902 - 1911
Egiäus Thomasberger 1911 - 1915
später noch Fritz Eqelhof 1929 - 1930
Hans Maisak 1930 - Herbst 1932

Von nun ab wurde der Unterricht durch leider nur zu oft wechselnde jüngere Lehrkräfte und durch solche aus benachbarten Gemeinden erteilt, was sicherlich gerade nicht zum Besten für die heran- wachsende Jugend war.

Während des letzten Weltkrieges wurden nun viele Familien aus be- nachbarten Städten nach Hochborn evakuiert. Auch fanden viele Flüchtlinge, besonders aus dem Osten in unserer Gemeinde eine zweite Heimat, so daß die Kinderzahl stark zunahm.

Im Jahre 1948 wurde der Lehrer Heinrich Weiter hierher versetzt, 1950 übernahm dann der Lehrer Paul Jährling eine weitere Schulstelle. Die Schule wurde somit zweiklassig. Nach der Pensionierung der beiden Vorgenannten waren die Lehrer Ernst Hedderich, Karl Heinz Frädert und Rolf Ecker hier tätig. Nach Versetzung des Letzteren wurde Jährling, natürlich mit seiner Einwilligung, des großen Lehrermangels wegen durch die Bezirksregierung wieder in den Schuldienst zurückgerufen.

1950 wurde die Schule zweiklassig. Sie blieb es bis Ostern 1962. Von dieser Zeit an unterrichtete der Hauptlehrer K.H.Frädert etwa 50 Kinder. 1964 übernahm der Oberlehrer Herbert Obst die Schulleitung - ebenfalls etwa 50 Kinder.

Im Herbst 1965 konnte das 7. und das 8. Schuljahr am Unterricht der Mittelpunktschule Eppelsheim teilnehmen. Für den Unterricht in Hochborn war das eine fühlbare Entlastung.

Von August 1968 bis Juli 2004 besuchten die Kinder die Grund- und Hauptschule in Flomborn. Seit Entstehen der Regionalen Schule in Westhofen wurden die Schulbezirke geändert und die Kinder aus Hochborn und Hangen-Weisheim besuchen seit 2001 die Grund- und Regionalschule in Westhofen, die Otto Hahn-Schule.

 

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